NEURAC

Neurac (Neuromuskuläre Aktivierung) ist eine anfangs XX. Jahrhunderts erarbeitete Therapiemethode. Sie wurde entwickelt von den norwegischen Ärzten und Therapeuten im Zusammenhang mit Spezialisten aus anderen Ländern. Sie basiert auf den Erfahrungen der mit dem Redcord-Gerät arbeitenden Therapeuten und wissenschaftlichen Grundsätzen, die in den Ergebnissen vieler Experimente weltweit bestätigt worden sind. Die theoretische Grundlage der Neurac-Methode hängt damit zusammen, dass das Nervensystem richtige motorische Muster entwickelt und mit der Annahmen, dass die meisten Fehlfunktionen des Bewegungsapparates von der Funktionsstörung der Mechanismen verursacht worden sind, die die Funktion der lokalen und globalen Muskelgruppen verbinden. Diese Theorie kann nach aktuellem Wissenstand zur Erklärung der Ursachen für Fehlfunktionen sowohl im Bereich der peripheren Gelenke, als auch im Bereich der Bewegungsverbindungen innerhalb der Wirbelsäule verwendet werden.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass die Wirkung der lokalen stabilisierenden Muskeln durch den Schmerz oder fehlende Stimulierung gestört werden kann. Die oben genannten Faktoren können zur Beeinträchtigung der Bewegungsfunktion, sowie zur Herabsetzen der Muskelstärke und Funktionsbeeinträchtigungen im Nervensystem führen. Interessant ist dabei, dass trotz des Nachlassens der Schmerzreize die im Nervensystem einprogrammierten motorischen Programme immer noch Störungen anzeigen können, was zu einer chronischen Fehlfunktion und einer weiteren Schmerzeskalation führen wird.

Das Ziel einer Nerven-Muskel-Aktivierung (Neurac) ist die Wiederherstellung der richtigen motorischen Programme, die nur durch intensive Stimulierung des Nervensystems möglich ist. Um gute Ergebnisse dieser Maßnahmen zu erzielen, müssen alle Übungen ohne Schmerzbeschwerden durchgeführt werden. Nur unter schmerzfreien Bedingungen wird die Neurac-Therapie die gewünschten Resultate bringen.

Elemente der Neurac-Methode

Übungen in geschlossenen kinematischen Ketten und progressive Leiter

Zu den Grundelementen der Neurac-Methode gehören Übungen in geschlossenen kinematischen Ketten. Diese Übungen ermöglichen eine Minimierung von Scherkräften, die die passiven stabilisierenden Elemente beschädigen können, und darüber hinaus aktivieren viele motorische Einheiten, wodurch ihre Wirkung auf das Muskelsystem verallgemeinert wird. Die genannten Eigenschaften der Übungen in den geschlossenen Ketten werden eingesetzt, um das Nervensystem intensiv zu stimulieren. Die Belastung wird in diesen Übungen anhand der sog. progressiven Leiter angepasst. Die progressive Leiter beruht auf einer allmählichen Erschwerung der jeweiligen Übung. Um in die nächste, schwerere Stufe der progressiven Leiter zu gehen, muss der Patient die Übung in der niedrigeren Stufe vollkommen korrekt durchführen und die Übung darf keinen Schmerz hervorrufen.

Schwingung und instabiler Grund

Um die Stimulierung des Nervensystems bei der Durchführung der Übungen nach der Neurac-Methode zu verstärken, werden Schwingungen  eingesetzt, die bereits am Anfang des Verbesserungsprozesses verwendet werden können. Das weitere Element mit einer ähnlichen Bedeutung ist der instabile Grund. Der Einsatz dieses Faktors beeinflusst den Schwierigkeitsgrad der Übung (Erschwerung) und die Herausbildung einer richtigen, reflektorischen Nerven- und Muskelaktivität beim Patienten.

Neurac-Methode – Vorgehensweise

Innerhalb der Neurac-Methode werden zwei getrennten Vorgehensweisen unterschieden: lang anhaltende Spannung und große Belastung (insbesondere des Nervensystems). Die Muskeln, die nach der ersten Vorgehensweise behandelt werden sind lokale Muskel der Hals- und Lendenwirbelsäule. Wenn die lang anhaltende Spannung (über 2 Minuten) keinen Schmerz, keine Ermüdung bzw. keine Beschwerden verursacht, so kann man zur zweiten Vorgehensweise übergehen, in der die Aktivierung der lokalen stabilisierenden Muskeln mit der Aktivierung der globalen Muskeln verbunden wird. Dabei ist die Übungszeit von geringerer Bedeutung als die Häufigkeit der Wiederholungen (4 bis 5 Mal) mit einer erheblichen Belastung des Nervensystems, die durch die Funktion vieler Muskelgruppen, Schwingungen und den instabilen Grund usw. erzielt wird. In den beiden Vorgehensweisen soll gemeinsam mit dem Patienten auf die höchste Ebene der progressiven Leiter gestiegen werden, die der Patient während einer Übungsrunde erreichen kann (dabei muss die Übung korrekt durchgeführt werden, ohne Schmerzen bzw. Beschwerden hervorzurufen).

Beseitigung von Schmerzbeschwerden

Damit das Nervensystem auf das richtige motorische Programm umsteigen kann, müssen sämtliche Schmerzbeschwerden beseitigt werden, die eine solche Änderung unmöglich machen. Dies kann durch die Entlastung, die Einführung von Förderungselementen und Schwingen erreicht werden.

Die Neurac-Methode in ihrer gegenwärtigen Form ist auf das in der Vergangenheit eingesetzte System der Übungen mit der Aufhängung –  SET (engl. Sling Exercise Therapy) zurückzuführen. Neurac spiegelt die natürliche Entwicklung wieder, die das SET-System erfahren hat, indem es sich aus einer losen Sammlung von Verbesserungstechniken in  eine vollkommen formalisierte Behandlungsmethode mit einem charakteristischen diagnostischen Panel und exakten Vektoren der Behandlung entwickelt hat. Obwohl mit einer weniger deutlichen Struktur, beinhaltete SET bereits viele Elemente, die gegenwärtig in der Neurac-Methode vorkommen. Es wurde die Untersuchung und die Verbesserung der Funktion von lokalen Muskeln der Hals- und Lendenwirbelsäule beachtet, es wurden die progressiven Leitern zur funktionellen Integration der lokalen und globalen Muskeln eingeführt, es wurde die Bedeutung der Nerven- und Muskelnkontrolle betont, allmählich wurde von „laboratorischen“ Übungstechniken auf vollkommen funktionelle Bewegungsmuster umgestiegen, die in der alltäglichen Aktivität eines jeden Patienten auftreten.

        

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